the last day

so am letzten tag ging mit der Österreicherin und der Schweizerin also zu einer schiitischen Moschee außerhalb von Damaskus. Wobei außerhalb hier relativ ist, im Reiseführer steht zwar 10 km aber wir hatten  nie das Gefühel aus der Stadt heraus zu kommen... Man kriegt einen Ganzkörperschleier der einem am Haaransatz festgeknüpft wird und schrecklich juckt. Diese Moschee wurde von Iranern gebaut und man sah alles Gels was hinein geflossen war, vergoldete Türen, reich verzierte Minarette... Aber doch alles etwas ja wie soll ich sagen unhygienisch, dann hier werden Fussboeden und Türen geküsst und geknutscht was das Zeug hält. Das GRab ist streng geteilt auf der einen Seite weinen die Männer auf der anderen Seite die Frauen.. wandelt man weiter durch die Moschee so kommt man an Plakaten vorbei die für UNterstützung des isalmischen Wiederstandes werben gegen die Zionisten ganz klar in arabisch und englisch steht geschrieben welche Waffen benötigt werden, da wirds einem dann doch unheimlich....Aber trotzdem die Moschee ist schön in blau türkis und Gold.

Wieder draussen essen wir einen Schawarma und Limonade mit Minze (das werd ich echt vermissen!) und essen den süssesten Donat allerzeiten. Wieder zurück in der Stadt bekomme ich ohne Probleme meine reparierte Kamera zurück die wieder Einwandfrei funktioniert. Ich setzte mich in ein Internetkaffee gerade rechtzeitig um einen Stromausfall mit zu erleben, das ist in der Mittagshitze so ganz ohne Ventilator und Klimaanlange eine echte Strafe und so wende ich mich dem Volkssport sitzen,schwitzen Schisha rauchen zu. Der letzte Ausflug meiner Reise gilt der Umayyadden Moschee. Diese Moschee ist die einzige weltweit in der figürliche Darstellungen zu finden sind , da diese eigentlich koranisch verboten sind.

Es ist ein Erlebnis: Eine Moschee ist nicht nur Moschee sondern auch soziale Treffpunkt, man sitzt, raucht, redet, schreit, isst, schläft, die Kinder tollen und kreischen quer durch den Hof und den Gebetsraum und plansche im Brunnen der eigentlich für rituelle Waschungen gedacht ist... Das Gold an den Wänden fängt im Sonnenuntergang an zu schimmern und zu glühen. Es ist unglaublich! Da ruft der Muezzin (der auch eine angenehem Stimme hat zum Gebet und dann beginnt eine wahre Menschenflut die Moschee zu stürmen, mir läuft ein Schauer den Rücken herunter... Der Eingang ist verstopft von Menschen, junge und alte, gesunde und kranke Männer und Frauen alles eilt zum Gebet und schliesslich hebt es an ein einstimmiges Gebet gemurmelt mit den dazugehörigen "Leibesübunge". Gott ist tot? Nicht hier! Hier ist der Glaube so lebendig dass es mich im Gedenken an unsere leeren Kirchen schüttelt...Ich weiss dass es hier mehr als Sünde gilt nicht zu glauben als an den falschen zu glauben und so bete ich leise und für mich das Vater unser...

Wir essen noch eine Kleinigkeit im einem erneut wunderschönen Lokal. Im Hotel erwartet mich bereits mein Fahrer, der mich zum1/3 des Preises zum Flughafen fährt den er ursprünglich veranschlagt hat. Am Flughafen, der für einen internationalen Flughafen lachhaft winzig ist, schlage ich die Zeit in einem sauteuren Kaffee tot und bin froh noch ein paar Pfund zu haben die mir meine Versorgung erlauben. Der Flug hat eine geschlagene halbe Stunde Verspätung. Im Flugzeug sitze ich neben einem kleinen Mädchen das zum ersten Mal fliegt und völlig verängstigt ist auch noch neben einer fremden sitzen zu müssen. Ich komme um 7.50 arabischer Zeit in Budapest an rase wie eine Geistesgestörte durch das Flughafengebäude um am Gate festzustellen dass ich statt keiner Minute noch eine Stunde Zeit habe(europäische Zeit). Endlich bin ich in Frankfurt angekomen. Mein Hund freut sich wie irre und J. holt mich ab. Ich bin wieder zuhause, wenn auch müde und völlig erschöpft, ich schlafe den halben Tag und heute nacht noch besser, doch ich geniesse auf der Hunderunde den Regen und den bewölkten Himmel und das Grün. Ich bin noch nicht ganz da...Mein Kopf und meine Seele sind noch in Damaskus und im Nahen Osten...

Heute morgen bin ich immer noch müde, ich starre in den regnerischen Himmel und in das satte Grün unseres Gartens um mich herum das Chaos meiner Wohnung, trinke Kaffee und rauche. Ja ich bin stolz und glücklich diese Reise gemacht zu haben, es wird nicht die letzte gewesen sein...aber ich muss erstmal auspacken und ankommen und dann werden wir sehen wohin es mich das nächste Mal verschlägt!

9.7.09 10:52

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Nirneve / Website (10.7.09 16:20)
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