damaskus die 4.

ich bin also durch bab tuma gelaufen das christenviertel hier und habe  die paulus kapelle (in die man nur von aussen also ausserhalb der stadtmauer hereinkommt) ud die hananias kapelle besucht. die hananias kapelle erinnert eher an einen uerberdimensionalen weinkeller ist aber schon seit dem 3. jtsd. v. Chr. eine Weihestaette dort zuendet man kerzen fuer juengst verstorbene und wuensche an. die halle ist an der deck mit eiem netz ueberspannt in das man wuensche und fotos steckt. ich zuende also eine kerze an fuer den in meinem leben juengst verstorbenen und drehe mich nach einem kurzen gebet herum hinter mir erscheint ein franziskanermoench der dem verstorbenen sehr aehnlich sieht so dass ich fast erschrecke. er fragt mich woher ich komme und er kennt die schule an der ich war und den ehemaligen schulleiter dort (wie klein die welt doch ist). ein kleines gespraech entsteht und ich fuehle mich ploetzlich sehr wohl.

also ich die stufen nach draussen wieder erklimme kommt mir eie schar schnatternder nonnen entgegen und ich bin froh mintuen der stille fuer mich gehabt zuhabe. auf dem kirchplatz angekommen hoere ich zum erstenmal seit langer zeit wieder kirchenglocken und merke dass ich diese doch sehr vermisst habe.

ich schlage mich durch die seitenstrassen zurueck zum suq und zur moschee vor der ich eien tee und eine wasserpfeife geniesse. zu mir setzt sich ein junger mann der in sein handy auf arabisch einschreit, doch zu meienr verwunderung wechselt er im naechsten telefonat ins deutsche und mir faellt fast das buch aus der hand. er fragt mich auf englisch ob er sich neben mich setzten darf damit er nicht inder sonne sitzen muss und ich antworte ihm in deutsch. er ist manheimer mit einem tuerkischen vater und einer deutschen mutter arbeitet fuer mercedes und spricht deutsch, englisch, tuerkisch, russisch und arabisch. ich bin gebuehrend beeindruckt. nach kruzem smalltalk setzt sich noch l. zu uns eine junge deutsche die mit ihm im gleichen kurs ist. wir unterhalten uns auf irgendeinem sprachgemisch mit 80% deutschem anteil. es ist nett und die mtitagshitze vergeht ein wenig. netterweise laedt mich der junge mann ein und so muss ich meinen tee und die narghile nicht zahlen ("meine arabische seite" wie er sagt). ich schlendere zurueck durch die suqs die hier nicht so urspruenglich sind wie die in aleppo mich aber trotzdem wieder einfangen und ins schwaermen bringen. besonders nett sind die kleinen lichtdots, die durch die schussloecher der franzosen entstanden sind und dem suq ein sehr eigenes licht geben.

es sind noch weniger als 48 stunden bis ich wieder in deutschland bin und es ist die erste reise die ich mit sehr wenig heimweh verbracht habe. ich bin heute sehr stolz auf mich dass ich es gewagt habe in diese fernen, nahen laender zu reisen... ich habe sehr viele nette menschen kennengelernt und viele iteressante erfahrungen gemacht. neben dem aufdecken der vorurteile ueber diese land habe ich mich selbst entdeckt: ich bin staerker und ruhiger als ich dachte, ich bin durchaus kontaktfreudig und in der lage kontakte herzustellen, ich kann es geniessen auf der reise zu sein (und das wieder nach hause kommen). mein englisch hat seinen harten deutschen akzent verloren und man erkennt mich nicht mehr daran als deutsche. ich habe noch mehr gelernt dinge von zwei seiten zu sehen und sie stehen zu lassen. meine angst die mich seit jahren begleitet hat sich in ein (gott-) vertrauen, neugier und interesse gewandelt. ich bin in der lage fuer mich zu sorgen und einen kuehlen kopf zu bewahren, ich habe mich durch laender geschlagen deren sprache ich nicht beherrschen und es ist mir nichts passiert. wenn ich nun die essenz aus dieser reise ziehe und versuche die frage zu beantworten die ich mir mit begin dieser reise gestellt habe: komme ich mit mir zurecht und kann ich mich durch dass was sich der ernst (carl-august) des lebens nennt schlagen? so kann ich diese frage nun sicher mit ja beantworten. ich habe mich egal wie ihr das seht mir selbst bewiesen ich habe mich bereist und mich meiner selbst versichert. ich hoffe dieses gefuehl mitzunehmen, ebenso wie die zuversicht, das vertrauen, die neugier und das interesse am leben und die erinnerungen an diese reise.

liebe eltern,

ihr erinnert euch an die mail die ich euch geschrieben habe? ihr seht ihr scheint keine fehler gemacht zu haben...ich habe euch sehr lieb!

liebes bruederchen,

ich danke dir fuer dein vertrauen und dein mutmachen und dein gestichel! du bist der beste juengere bruder der welt!!!

lieber j.,

danke dass du mein hafen bist zu dem ich heim kehren kann und mein anker bist der mich festhaelt,  dass du mich an einer so langen leine halten kannst ohne sie zerreissen zu lassen, dass du mich oder ein wort der klage hast ziehen lassen, sondern mich im Gegenteil immer unterstuetzt hast ohne mich in frage zu stellen, dass du einfach da bist!! ich liebe dich!

liebste freundinnen,

 ich danke euch fuer euer gutes zureden und fuer euer mutmachen, fuer eure guten worte. Was waere ich ohne euch?

 

so genug pathos und  hab in die siesta bevor ich an hitze zerschmelze...;-)

6.7.09 16:01

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